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Filmpreise: warum es (nicht) immer lohnt, sich die Kandidaten anzusehen

Filmpreise: warum es (nicht) immer lohnt, sich die Kandidaten anzusehen

Wer vergangene Woche die Oscar Verleihungen gesehen hat, der wird sich noch gut an das Chaos mit der Verleihung für den „Besten Film“ erinnern. Klar, wir waren alle ein wenig geschockt, weil wir immer davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Aber wenn wir uns mal ein wenig genauer ansehen, was in all den Jahren bei den Oscar-Verleihungen schon an Gewinnern (und dementsprechend Verlierern) herausgekommen sind, dann kann man leicht nachvollziehen, dass immer mal seltsames passieren kann. Nicht zu wissen, wer überhaupt nominiert (und für was) ist, hat aber auch seine Vorteile. Wir gucken uns hier mal ein bisschen genauer an, warum es sich lohnen kann, nichts zu wissen – oder alles zu wissen.

Auf der einen Seite ist da natürlich immer das Überraschungsmoment, in dem bekannt wird, wer etwas gewonnen hat. Hier lernt man dann manchmal schon neue Schauspieler kennen, lernt mehr darüber, welcher Regisseur welche Filme produziert, wer in der Welt des Komponierens ganz weit vorne steht – und man erhält Infos zu neuen Filmen, die es eventuell bei uns noch gar nicht in den Kinos gibt. Man kann sich also auf eine Filmveranstaltung mit vielen Überraschungen einstellen, was einen sicherlich bei Laune hält. Es hilft zudem auch dabei, sich nicht mit dem ganzen Drumherum von solchen Filmpreisen beschäftigen zu müssen. Denn mittlerweile sind viele dieser Veranstaltungen auch in gewisser Hinsicht politisch motiviert, sodass gewisse Nominierungen aus bestimmten Gründen stattfinden, und andere dabei außen vor bleiben. Es gibt also gute Gründe, sich von vornerein aus all dem herauszuhalten, um dann beim Event überrascht zu werden.

Aus vielen der genannten Punkte ist aber auch dementsprechend lohnenswert, sich die Kandidaten von Filmpreisen sehr viel genauer anzuschauen. Zwar ist die Überraschung dann ein klein weniger geringer, weil man immerhin schon weiß, wer im engeren Kreis ist, aber dennoch kann man damit nicht viel falsch machen. Ich persönlich finde es immer interessant, mir die Nominierten anzugucken und dann deren filmische Biographie zurückzuverfolgen. So kann man mehr über die Personen erfahren und vielleicht zum Fan werden. Auch kann man vielleicht schon vor den jeweiligen Verleihungen die verschiedenen Filme angucken um sich sein eigenes Urteil darüber zu bilden.
Des Weiteren sind auch die ganzen „Machenschaften“ rund um die Nominierten und Co. immer wieder sehr interessant um durchleuchtet zu werden. Wer mit wem, wer trägt was, warum wurde Person X schon wieder nicht nominiert. All dieser Gossip ist immer herrlich unterhaltsam und kann die Vorfreude auf das eigentliche Event sogar noch intensivieren, sodass man am Abend dann mit Freunden auf dem Sofa eine großartige Zeit haben kann.

Alles in allem gibt es sicherlich noch weitere Gründe, die für ein Für und ein Contra stimmen, aber wer im Allgemeinen ein Interesse an Filmen und der ganzen Branche hat, der wird für sich selbst entscheiden, was das Richtige ist.

Die 5 am besten bewerteten Filme

Die 5 am besten bewerteten Filme

Filme, eine wunderbare Methode, um abends um am Wochenende ein wenig den Kopf frei zu kriegen und dabei sich gleichzeitig zu entspannen. Gute Filme bleiben einem dabei sicherlich ein Leben lang in Erinnerung und man holt sie sich auf DVD oder digital für immer nach Hause. Und gefühlt kommen alle 2 Wochen neue großartige Filme in die Kinos, die Auswahl wird also immer größer. Während man sich über Geschmack natürlich immer streiten kann scheint es eine große Fanbase an Menschen zu geben, die bestimmte Filme lieben und als Kult verehren. Wir haben uns mal die einschlägigen Seiten im Internet angeguckt um euch die TOP 5 der weltweit am besten bewerteten Filme zu geben. Vielleicht ist ja was dabei, was Sie noch nicht kennen und für das nächste Wochenende einplanen können.

Nr. 5: Pulp Fiction
Für viele ist Quentin Tarantino ein absoluter Gott was seine Filme betrifft; wiederum andere können mit ihm nichts anfangen. Fakt ist aber, dass er mit „Pulp Fiction“ einen der absoluten Kultfilme des 20.Jahrhunderts erschaffen hat, der zeitlos ist und dessen Fans die Zitate im Schlaf aufsagen können. Die Auswahl der Schauspieler, die mitunter herrlich schrägen Dialoge und einfach die ganze Aufmachung lassen diesen Film zu einem wahren Meisterwerk machen.

Nr. 4: Avatar – Aufbruch nach Pandora
James Cameron konnte nach seinem zeitlosen Meisterstück „Titanic“ sogar noch ein paar Schippen drauflegen und mit „Avatur“ nicht nur Filmgeschichte schreiben, sondern auch eine fantastische und zeitgenössische Geschichte in die Kinos bringen. Besonders in 3D angesehen erkennt man sofort, wieviel Arbeit in dieser Geschichte steckt. Daher wird es die viele Fans auf der ganzen Welt freuen zu erfahren, dass mittlerweile an bis zu 4 Fortsetzungen gearbeitet wird.

Nr. 3: Der Herr der Ringe – die Rückkehr des Königs
Peter Jacksons Grand Finale, der dritte Teil der sagenumworbenen Trilogie um die Hobbits und ihren Abenteuern. Was sich schon in den ersten beiden Filmen angebahnt hat, wurde nun hier glorreich umgesetzt; ein episches Finale mit beeindruckendem Soundtrack, der zurecht Fans auf der ganzen Erde vereint.

Nr. 2: The Dark Knight
Noch nie vermag es ein Regisseur geschafft zu haben, was Christopher Nolan ermöglicht: das totale Sympathisieren mit dem vermeintlichen Bösen im Film. Die Rolle des Jokers war wie perfekt auf Heath Ledger zugeschnitten und nahm die Zuschauer mit in einen unwirklichen Bann, der ihm zurecht posthum einen Oscar einbrachte. Auch die Rolle von Batman selber wird so dunkel wie nur möglich skizziert, ein imposantes Meisterwerk welches zurecht Fans überall hat.

Nr 1: Der Herr der Ringe – die Gefährten
Wer gedacht hatte, dass diese Trilogie hier nicht mehrfach vertreten sein würde, der hat sich grundlegend getäuscht. Schon der erste Teil sorgte für eine ausgelassene Stimmung an den Kinokassen, was daran lag, dass schon die Bücher von Tolkien für ein weltweites Phänomen gesorgt haben. Dieser Film darf sich zurecht als der am besten bewertete Film aller Zeiten betrachten.

Bericht zum Film „Flight“

Bericht zum Film „Flight“

Aus dem Jahr 2012 stammt dieses US-Amerikanische Filmdrama, welches vage auf dem reellen Flug Alaska-Airlines 261, welches 2000 vor Los Angeles ins Meer stürzte. In diesem Film wird Denzel Washington als alkohol- und drogenabhängiger Pilot dargestellt, der die Hauptrolle in diesem Blockbuster einnimmt. Der Film beginnt mit ihm im Hotelzimmer, umgeben von Alkohol und Drogen sowie eine losen Bekanntschaft, der Stewardess Katerina Marquez. Obwohl Whitaker – wie Washington im Film heißt – eindeutig nicht in der Lage ist zu fliegen, klemmt er sich hinter das Cockpit. Wie es so kommen muss, macht die Maschine Probleme und nur dank eines spektakulären Manövers des Kapitäns kann er die Maschine und fast alle Passagiere vor dem fast sicheren Tod bewahren. Wieder sicher an Land wird Whitaker zunächst als Held vergöttert, bis sich jedoch herausstellt, dass sich in seinem Blut Alkohol befindet. Hieraus entsteht eine hitzige Debatte darüber, was als Pilot erlaubt sein sollte und mit wieviel Verantwortungsbewusstsein er an seinen Job gegangen ist. Unterstützung erhält er hierbei von seiner eigenen Gewerkschaft, aber die Machenschaften liegen tiefer. Es kommt wie es kommen muss, William Whitaker wird zunächst festgenommen, zudem erwartet ihn  eine lebenslange Haftstrafe. Jedoch kommt er zuerst ins Krankenhaus, wo er sich in eine heroinabhängige Frau verliebt. Diese versucht, ihn von seiner Sucht zu überzeugen, jedoch erfolglos. Zum Ende hin verschärft sich die ganze Geschichte zunehmend und Whitaker erkennt an, dass er abhängig ist. Dies hat eine lange Haftstrafe zur Folge, in dessen er langsam trocken wird.

Der Film dreht sich essentiell um zwei Abstürze. Zunächst die des Flugzeugs, welche nur dank der schnellen Kontrolle von Whitaker – Denzel Washington schafft es erneut, sich voll und ganz in seine Rolle zu vertiefen – glimpflich verläuft und dann die vom Piloten selber. In der Rolle des Piloten entwickelt Whitaker eine gewisse Selbstverliebtheit, die ihn scheinbar unschlagbar machen lässt. Diese Uneinsichtigkeit führt zu den entscheidenen Situationen in denen er sich fragen muss, was wirklich zählt im Leben.

„Flight“ schafft es auf einnehmende Art und Weise, die Tiefen eines Menschen einnehmend hervorzubringen und dabei den Heldenstatus einer ganzen Berufsgruppe zu durchleuchten. Es erscheint unabbringlich, dass am Ende nur die Wahrheit die ganze Erlösung bringen kann. Als typischer Actionfilm kann man „Flight“ jedoch nicht bezeichnen, da die Dialoge und Szenen einen sehr hohen emotionalen Tiefgang besitzen. Das Talent, die Kamera in den entscheidenen Momenten nicht vom Drama wegzulenken sondern in seiner ganzen Brutalität zu zeigen ist ein weiteres Highlight des Films. So verwundert es wenig, dass der Film gleich zwei Nominierungen für Oscar-Auszeichnungen erhielt; an Ende gingen sie dort aber leer aus.

Zusammengefasst: ein intelligenter Film welcher einnehmend und schockierend, aber gleichzeitig befreiend wirkt. Aufgrund der eher heftigen Konfrontationen mit Suchtmitteln und Sex ist er jedoch nichts für Minderjährige.